Sammelklage wegen Terrorismusfinanzierung

ERM
-
13. Mai 2008

Mehr als 50 US-Bürger haben eine Sammelklage gegen die schweizerische Großbank UBS eingereicht. Sie fordern gut eine halbe Mrd. USD, weil sie zwischen 1997 und 2001 Opfer von Terroranschlägen in Israel geworden waren. Die UBS wird beschuldigt, die Anschläge durch Zahlungen an den Iran mitfinanziert zu haben. Die Bank mit Sitz in Zürich habe damit ein US-Gesetz verletzt, das die wissentliche Beteiligung an finanziellen Transaktionen mit Regierungen von Staaten verbietet.

Mehr als 50 US-Bürger haben eine Sammelklage gegen die schweizerische Großbank UBS eingereicht. Sie fordern gut eine halbe Mrd. USD, weil sie zwischen 1997 und 2001 Opfer von Terroranschlägen in Israel geworden waren. Die UBS wird beschuldigt, die Anschläge durch Zahlungen an den Iran mitfinanziert zu haben. Die Bank mit Sitz in Zürich habe damit ein US-Gesetz verletzt, das die wissentliche Beteiligung an finanziellen Transaktionen mit Regierungen von Staaten verbiete, die den Terrorismus unterstützten, argumentieren die Kläger. Die am Freitag in New York eingereichte Sammelklage listet eine Reihe von Bomben- und Raketenangriffen auf, die zwischen 1997 und 2001 von palästinensischen Hamas- und Hisbollah-Milizen verübt worden seien. Dabei wurden mehr als 50 Amerikaner verletzt, ein Opfer starb.   Die UBS kündigte an, sich mit den entsprechenden rechtlichen Mitteln gegen die Klage zur Wehr zu setzen. "Wir sind der Ansicht, dass die Vorwürfe haltlos sind und jeglicher Grundlage entbehren", sagte UBS-Sprecher Serge Steiner am Dienstag.